Die Rohstoffe, die die Konsumgesellschaften des globalen Nordens verbrauchen, werden hauptsächlich im globalen Süden gewonnen. Abbau, Nutzung und Verbrauch von metallischen Rohstoffen stehen in direkter Verbindung mit vielfältigen Menschenrechts- und Umweltproblemen - von denen primär der globale Süden betroffen ist.

Allein mit mehr Effizienz oder neuen Technologien sind diese Probleme nicht lösbar. Die Länder des globalen Nordens konsumieren am meisten Rohstoffe. Sie haben deshalb eine besondere Verantwortung ihre Nachfrage nach Rohstoffen in absoluten Zahlen zu verringern, sowie mit Sorgfalt die Menschenrechte in den internationalen Lieferketten zu achten. Doch wie geht das?

Um diese Frage zu nähern, möchte der AK Rohstoffe sein Konzept der Rohstoffwende vorstellen und kritisch diskutieren. Darüber hinaus werden Expert*innen aus Argentinien, DR Kongo und Kolumbien ihre Perspektiven zum Thema teilen und über ihren Kampf für eine rohstoffgerechte Welt berichten. Denn an vielen Orten unserer Welt wehren sich die Menschen gegen diese Ausbeutung und verdeutlichen ihre Vorstellungen von zukunftsfähigem Leben.

Mit:

Pia Marchegiani (Farn, Argentinien), Direktorin für Umwelt Politik bei der „Fundacion Ambiente y Recursos Naturales“ (FARN) in Argentinien. Sie arbeitet mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Indigenen Gemeinschaften.

Jacques Nzumbu Mwanga (CARF, DR Kongo), Mitglied bei Arrupe Centre for Research and Training (CARF) in der Demokratischen Republik Kongo. Seine Forschungsbereiche sind Governance und verantwortungsvolle Lieferketten für Kobalt, Strategische Mineralien- und Energiewende, Kleinbergbau Zertifikation, Rückverfolgbarkeit und Unterstützung für Kooperativen sowie Corperate Social Environmental Responsibility.

Andrés Ángel (AIDA, Kolumbien), wissenschaftlicher Berater für das „Freshwater Preservation Program“. Er ist Forscher in verschiedenen sozio-ökologischen Konflikten und territorialen Verteidigungsprozessen, vor allem im Zusammenhang mit Neo-Extraktivismus. 

Anmeldung:

Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine formlose Anmeldung per E-Mail mit Name an nicole.baerthlein@power-shift.de. Diese sollte bis zum Vortag des Online-Seminars erfolgen. Die Zusendung des Online-Zugangs erfolgt nach der Anmeldung.

Veranstalter*innen:

INKOTA, BUND, Germanwatch, Heinrich-Böll-Stiftung, PowerShift